Dank ihres hervorragenden Geruchsinnes sind Hunde in der Lage, in relativ kurzer Zeit auch unübersichtliches und unwegsames Gelände nach menschlicher Witterung abzusuchen. Diese Fähigkeit nutzen wir, um mit unseren Hunden nach vermissten Personen in Notsituationen zu suchen und diese zu retten. Unsere Arbeit basiert vollständig auf ehrenamtlichen Engagement und ist im Einsatzfall kostenlos.

Bereits im Welpenalter kann mit der Ausbildung des Hundes spielerisch begonnen werden. Aber auch Hunde bis ca. 3 Jahren können noch einsteigen, hier wird allerdings schon ein guter Grundgehorsam vorausgesetzt. Ein Rettungshund muss gesund und leistungsfähig sein. Ein gutes Sozialverhalten gegenüber Menschen und Artgenossen ist Voraussetzung. Vor Beginn der Ausbildung steht ein Eignungstest. Die Ausbildung dauert ca. 2 - 3 Jahre.

Aysha wird geschickt

Auch der Hundeführer muss in dieser Zeit viel lernen: Seine Ausbildung umfasst z.B. eine Sanitätsdienstausbildung, Karten- und Kompasskunde, Einsatztaktik, Trümmerkunde, Erste Hilfe am Hund sowie Kynologie.


Wir bilden Teams in drei Sparten aus:

1. Flächensuche:

Unsere Flächensuchhunde sind darauf trainiert, vermisste Personen, die z.B. nach einem Verkehrsunfall in Panik davongelaufen sind oder verwirrte, orientierungslose Personen, die sich verlaufen haben, in unübersichtlichem, unwegsamem Gelände zu suchen und bei Fund dies ihrem Hundeführer anzuzeigen. Sie durchstreifen hierbei selbstständig und systematisch große Flächen. Nach erfolgreicher Suche führt der Hundeführer die sanitätsdienstliche Erstversorgung durch.

Fleppo bei der Suche

2. Trümmersuche:

Unsere Trümmersuchhunde kommen immer dann zum Einsatz, wenn Personen verschüttet sind, z.B. nach Gasexplosionen oder Erdbeben. Hierbei muss sich der Hund auf unangenehmen, wackeligen und scharfkantigen Untergründen bewegen und darf sich weder durch Feuer/Rauch, Lärm oder Gerüche ablenken lassen. Er zeigt seinem Hundeführer die Stelle an, an der die Rettungsmannschaften mit der Bergung der Person beginnen sollen.

... auf dem Trümmerkegel


3. Mantrailing:

Wir bilden auch sogenannte Mantrailing-Hunde aus. Diese können anhand eines Geruchsträgers der vermissten Person (z.B. Kleidungsstück) die Spur der Person verfolgen, im besten Fall bis zu deren Aufenthaltsort. Mantrailer werden überwiegend in bebauten Gebieten eingesetzt.

... auf der Spur...